Kinderbetreuungstage im Kinderhaus Hartberg

Projekt: Kinderhaus Hartberg
3.10.2006 - Erster Tag im Kinderhaus Hartberg

Nachdem die Kinder bereits erfahren hatten, dass Liese zu ihnen kommt, warteten sie schon sehr neugierig was an diesem Tag wohl geschehen würde. Liese schleppte viele Kartons, Säcke und lauter gut verpackte Dinge in den Kindergarten. Sie verschwand damit im Abstellkammerl und die Aufregung wuchs. Endlich - nach der Jause war es soweit! Alle trafen sich im Turnraum und Liese stellte sich den Kindern vor. Sie erzählte von ihrer Freundin Rosalie, der Müllhexe. Diese hätte an diesem Tag mitkommen sollen, doch es war ihr viel zu früh um mit Liese mitzufahren. Sie hatte aber versprochen mit ihrem Fahrrad und der Ente Anton nachzukommen. Da es nun schon fast 10 Uhr war und Rosalie noch nicht da war, schlug Liese vor sie suchen zu gehen. Gesagt getan, Liese zog wieder ihre Schuhe an und verschwand nach draußen. Kaum hatte Liese das Haus verlassen klingelte es und Rosalie fuhr mit ihrem Fahrrad, der Ente Anton und ihrer schwarzen Mülltonne den Gang entlang. Karin öffnete die Tür und bat Rosalie herein. Natürlich erschrak sie als sie die Kinder erblickte, hat sie doch immer noch Angst vor ihnen. Karin konnte sie beruhigen und als Rosalie die Kinder angesehen hatte, war auch ihre Angst wie weggeblasen. Auch Anton freute sich sehr über die Kinder und nahm auch gleich auf dem Schoß eines Kindes Platz.
Nun konnte Rosalie die Kinder bitten ihr doch zu helfen. Sie hatte verschieden farbige Mülltonnen mitgebracht und überredete die Kinder den Müll aus ihrer schwarzen Lieblingstonne zu trennen. Dass Karin auch noch die Mülltonnen singen lassen konnte, war für Rosalie ein Glück. Vom Mülltrennen hatte sie wirklich keine Ahnung, gut dass die Kinder so klug waren. Bald schon war der Müll in den richtigen Tonnen und Rosalie behauptete sogar kurz - aber nur ganz kurz - sie hätte das alles alleine geschafft. Die Kinder protestierten natürlich! Als die Kinder Rosalie fragten ob sie Liese gesehen hätte, lachte sie und verriet den Kindern, dass sie alle Haustüren versperrt hat als sie ins Haus kam. Wäre nämlich Liese hier gewesen, hätte Rosalie den Müll allein trennen müssen!
Nach einem Tänzchen mit den Kindern verabschiedete sich Rosalie, schnappte Anton und ihr Fahrrad und verschwand so schnell wie sie gekommen war. Kurze Zeit später kam Liese ganz außer Atem in den Turnraum und fragte warum die Kinder die Türen versperrt hatten. Schnell klärten die Kinder Liese auf und sie war gar nicht begeistert, dass Rosalie alleine hier bei ihnen war. Leider war es zu spät und Rosalie schon wieder in Richtung Deponie unterwegs.
Nach dem Besuch von Rosalie konnte man mit Liese ein Bilderbuch ansehen. In diesem war die Arbeit der Müllabfuhr und alle Arten von Müllautos zu sehen. Wer Lust hatte, konnte danach auf einem großen Blatt Papier das Müllauto seiner Wahl malen.
Mit anderen Kindern spielte Liese das Blumenwiesenspiel. Da hieß es gut nachdenken welcher Müll in welche Tonne kommt um danach eine herrliche Blumenwiese bestaunen zu können.

Nachmittag mit den Hortkindern

Nach dem Mittagessen kam auch Gabi die Betreuerin der Hortkinder dazu. An diesem Tag waren nur zwei Hortkinder da und auch sie freuten sich im Anschluss an das Essen über den Besuch von Rosalie. Sie bekamen von Liese einen Zettel mit der Bitte bis zur nächsten Woche den Müll im ganzen Haus zu wiegen und einzutragen. Nach einer Runde Blumenwiesenspiel, mussten die beiden dann ihre Aufgaben machen und so endete der erste Tag von Liese und Rosalie im Kinderhaus Hartberg. Aber die nächste Woche ist in Sicht und Liese freut sich sehr darauf.

 

10.10.2006

Auch an diesem Tag schleppte Liese wieder einiges in den Kindergarten. Bald darauf verschwand sie mit einer kleinen Gruppe von Kindern im Lesezimmer. Sie hatte das Schloss von König Blitzeblank mitgebracht. Natürlich waren auch Anton, Rosalie, der Herr König, der Diener Max als Handpuppen mit dabei. Lies erzählte die Geschichte von König Blitzblank und die Kinder halfen mit den Schlossgarten wieder in Ordnung zu bringen. Dazu bekam der Herr König kleine bunte Mülltonnen, damit er auch in Zukunft seinen Müll nicht in den Garten werfen musste.
Nachdem die zweite Gruppe dran war, konnten nach der Jause Verkleidungen für die Kinder hergestellt werden. Liese nähte zu Beginn eine Rosalie Schlaftraumhaube. Aus rotem Krepppapier wurde das Kleid zugeschnitten. Liese hatte auch Mülltonnenkleider und ein Königsgewand mit. Sogar eine Verkleidung für die Ente Anton konnte angezogen werden. Mit all diesen Utensilien sollten die Kinder nun bis zur nächsten Woche einen Spielbereich gestalten, der das Schloss des König Blitzeblank darstellt. Mit der Rosalie Musik kann man hier die Geschichte nachspielen.

Da an diesem Tag ein Elternabend angesagt war, fuhr Liese am Nachmittag wieder zurück nach Graz um noch einiges vorzubereiten. Die Hortkinder halfen bei der Jause für den Elternabend.

Elternabend

Es waren viele Eltern gekommen und zu aller Freude kam auch der Herr Bürgermeister kurz vorbei um alle zu begrüßen.
Danach erzählte Liese von ihrer Arbeit und den Dingen die bis Ende Juni geplant sind. Das Interesse war sehr groß, dies zeigte sich vor allem bei vielen Fragen der Eltern.
Liese möchte sich auf diesem Wege für das Interesse bedanken!

 

17.10.2006

Liese ist leider krank geworden und konnte an diesem Tag die Kinder nicht besuchen! Rosalie war auch nicht gekommen, wahrscheinlich kochte sie für Liese Tee! Aber am 24.10. sind wieder alle gesund und freuen sich schon auf ein Wiedersehen!

 

24.10.2006

Heute wollten wir uns mit dem Thema "Schätze" beschäftigen. Liese hatte wieder einmal jede Menge Sachen mitgebracht und brachte alles in den Gruppenraum von Gabi. Es wurde wieder in Kleingruppen gearbeitet.

Geschichte:

Bilderbuch der "Müllmaharadscha"
Liese erzählte, dass der alte Mann der Großvater von Rosalie sein könnte und auch auf einer Mülldeponie wohnt. Er hat es sich dort in einem alten Eisenbahnwagon gemütlich gemacht. Da er sich seine Schätze aus den Dingen sucht die wir Menschen wegwerfen, besitzt er ganz wunderbare und noch brauchbare Dinge. Er hat 87 alte Schuhe, 14 Videorecorder, jede Menge alter Flaschen und Gläser und besonders liebt er alte Hüte. Deshalb nennen die Menschen ihn auch den Müllmaharadscha. Eines Tages kommen aber keine Müllautos mehr und eine Dame von der Gemeinde bringt ihm die Nachricht, dass er seine Wiese wieder haben könne, denn der Müll wird nun nicht mehr auf die Deponie gebracht, sondern verbrannt. Der alte Mann freut sich so sehr, dass er den Herrn Bürgermeister bittet, ihm noch zwei Eisenbahnwagons auf die Deponie zu bringen. Da er in der Stadt eine Wohnung besitzt (diese hat er bekommen als sein Haus auf der Wiese abbrannte) möchte er nun wieder auf seiner Wiese leben, auch wenn sie voller Müll ist. Mit den Tieren lebt er von nun an glücklich und zufrieden und er findet auf der "Müllwiese" noch sehr lange all die Dinge die er braucht um glücklich und zufrieden leben zu können.

Ziel der Geschichte:
Kinder begreifen, dass Schätze nicht Dinge sein müssen die wir sehr oft darunter verstehen. Wertloses Material ist an diesem Tag deshalb das Angebot.

Materialien für die Geschichte: Materialien für selbsthergestellte Spiele:

Spiel 1: das Kegelspiel Spiel 2: Joghurtbecher Memory und so wird gespielt:

Spiel 1
Die Joghurtflascherl werden mit dem Sand befüllt und fest zugeschraubt. Auf einem Karton werden Kreise aufgemalt, damit die Fläschchen, die nun zu Kegel geworden sind, ihren Platz haben. Das Kegelspiel muss nun nur noch am Gang aufgestellt werden und das Kegeln kann beginnen.

Spiel 2
In die alle gleich aussehenden Joghurtbecher werden kleine Müllteile geklebt. Z. B. zwei kleine Glasflaschen aus Buntglas in je einen Becher; zwei kleine Stückchen Papier usw.


Die Hortkinder von Gabi
Dies waren heute:
Wir aßen gemeinsam zu Mittag, dies gefällt Liese sehr gut, denn in dieser Situation sind wir fast eine Familie. Liese und Marvin haben sich erstmals gesehen und Gabi meinte: "Die zwei haben sich gefunden", was Liese sehr freut, den sie findet Marvin ziemlich lustig. Er war übrigens gedanklich damit beschäftigt, ob Liese nun Rosalie ist oder doch nicht! Ob er das Geheimnis lüften wird?

Nach dem Essen erzählte Liese die Geschichte des Müllmaharadschads. Aus wertlosem Material wurde dann gemeinsam das Kegelspiel rasch hergestellt. Wir übten uns auch noch im Joghurtbecher Memory, wobei Liese sich wirklich gar nichts merken konnte und Gabi, die nicht mitspielte, immer wusste wo die richtigen Müllteile waren. Sebastian gewann ganz überlegen. Dafür war er beim Kegeln Meister im daneben Schießen, worüber er sich sehr geärgert hat. Aber: Übung macht den Meister.
Außerdem haben wir beschlossen eine eigene Ecke für unsere Arbeit einzurichten, ein wenig ist uns dies schon gelungen. Dann aber mussten sich alle vier an ihre Aufgaben machen und Liese verabschiedete sich bis zum nächsten Dienstag!

 

31.10.2006

An diesem Tag wollten wir uns erstmals eine Mülltonne genauer ansehen. Liese hatte dafür alles von der Roten Tonne vorbereitet. Die Kinder kamen wieder in Kleingruppen in das Zimmer von Gabi. Um zu erraten um welche Tonne es sich handelt, durften die Kinder aus Lieses Zauberschachtel Dinge aus Papier ziehen. Diese verschiedenen Papierarten sahen wir uns dann genauer an. Liese hat den Kindern dann eine Mappe gezeigt wo sehr viel verschiedenes Papier eingeordnet war, dieses konnte man befühlen und bestaunen. Hier gab es z.B. Lederpapier, Geldscheine, Klopapier....
Die Frage woher Papier überhaupt kommt, wurde danach genau besprochen, ebenso ein wenig über die Geschichte des Papiers.
Zum Abschluss legten wir verschiedene Papiersorten, Teile eines Wespennestes, ein Haar und ein kleines Stück Moos in das Mikroskop ein um dies aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Das war natürlich das Interessanteste an diesem Vormittag.
Zum Abschluss gestalteten wir uns gemeinsam einen Hut aus Zeitungspapier.


Materialien für diesen Tag:

Hortgruppe von Gabi am Nachmittag
Nach einem gemeinsamen Mittagessen starteten wir im Gruppenraum. Natürlich war das Mikroskop der Hit. Alles was uns in die Finger kam wurde bestaunt. Die Mappe mit Papier wurde begutachtet und Marvin gefielen die Bilderbücher. Wir konnten dann die Bilder des Projekts am Laptop ansehen und Liese zeigte den Kindern den Zugang zur Rosalie Homepage. Dort werden in den nächsten Tagen alle Berichte und Bilder auch für die Eltern zugänglich sein.
Alles an Materialien wurde wieder in unsere Umweltecke gelegt, denn die Hortkinder kämpfen immer ein wenig mit der Zeit, da auch Aufgaben für die Schule zu erledigen, zu ihren Nachmittagsbeschäftigungen gehört.
Liese fühlt sich aber jede Woche wohler im Kinderhaus und freut sich schon immer auf die nächste Woche.

Aporpos nächste Woche: Rosalie kommt wieder! Sie möchte den Kindern gerne zeigen, dass sie aus alten Zeitungen Papier herstellen kann. Natürlich werden die Kinder ihr eigenes Papier machen können!
Marvin wird am Nachmittag wieder rätseln, ob dies Liese ist oder nicht. Kleine Geheimnisse sind doch was wunderbares!

 

7.11.2006

Thema Papierherstellung

Vormittagsgruppe von Karin

An diesem Dienstag kam Liese nur deshalb vorbei, weil sie von Rosalie gebeten wurde die Materialien für die Papierherstellung vorbei zu bringen. Rosalie wollte an diesem Tag selber mit den Kindern arbeiten. Liese war das recht, denn sie besuchte in der Zwischenzeit den Kindergarten II in Hartberg.
Rosalie kam natürlich erst als Liese weg war und brachte ihre Schultasche mit. Schultasche war dies eigentlich keine, denn es war eine Einkaufstasche auf Rädern. Der Inhalt war auch etwas eigenartig: eine Jausendose, ein kleines Stoffsackerl mit 3 Stiften, ein großes Kuscheltier, 2 Müllsäcke, eine Wasserflasche aus Plastik und eine aus Glas, eine Holzschultafel und ein Schwamm. Die Kreide dazu musste sie sich schon von den Kindern borgen. Was aber hatte das alles auf sich?

Rosalie erzählte:
Da sie wieder einmal ihre Aufgabe vergessen hatte und sie nicht wollte, dass die Frau Lehrerin wieder schimpfen musste, wünschte sie sich eine Fee herbei, die ihre Hefte wegzaubern sollte. Gesagt getan, die Fee erschien wirklich und alle Hefte von Rosalie waren weg. Was Rosalie aber nicht wusste, die Fee hatte alles, was im Haus aus Papier war weggezaubert. Nicht einmal das Klopapier war übriggeblieben. Rosalie kletterte auf ihren Dachboden und kramte aus der hintersten Ecke eine alte Schultafel hervor. Diese war wunderbar wie sie fand, sie wollte heute nicht im Heft schreiben, sondern alles auf der Tafel notieren was die Frau Lehrerin sprach. So machte sie sich rasch auf den Weg in die Schule. Hoffentlich war dort noch genug Papier!
Als Rosalie der Frau Lehrerin erklärte warum ihre Hefte verschwunden waren, staunte diese, aber glauben wollte sie ihr auch nicht so recht. Rosalie war zufrieden über ihren Schwindel und stolz heute auf einer Tafel schreiben zu können. Rasch musste sie aber einsehen, dass die Idee gar nicht so gut war, denn die Tafel war bald voll geschrieben, alles musste gelöscht werden und Rosalie konnte sich das Gelöschte nicht merken. Rosalie wünschte sich ihre Hefte herbei, aber die Fee ließ sich nicht blicken. So hatte sie die Idee selber Papier herzustellen und lud die Kinder ein mitzumachen.

Die Papierherstellung
Die Kinder waren plötzlich die "Papierzerreißmaschinen" und im Nu war der Eimer voll mit Papierschnipsel. Nachdem Rosalie noch Papierzerreißproben mit den Kindern durchführte, holte sie warmes Wasser und goss alles über die Papierschnipsel. Eine Bohrmaschine mit einem Fliesenklebermixstab, vermixte alles zu einem feinen Papierbrei. Dann konnte es losgehen. Rosalie formte kleine Papierknödel und die Kinder drückten diese auf einem Stück Zeitungspapier flach. Tolle Formen entstanden und die Kinder hatten bald ihr eigenes Papier hergestellt. Zum Trocknen auf die Fensterbank gelegt wird es in ein paar Tagen trocken sein. Dann können die Kinder es bemalen oder bekleben, was immer ihnen Spaß macht. Rosalie war an diesem Dienstag sehr stolz auf sich, konnte sie doch erstmals den Kindern etwas zeigen. Ihre Hefte bekam sie übrigens von der Fee deshalb auch am Abend wieder zurück. Ihre Aufgabe hat sie seither immer erledigt und war sehr froh Papierhefte zu besitzen.

"Papier ist eine feine Sache"


Hortkinder von Gabi
Rosalie besuchte natürlich auch die Hortkinder, denn auch sie sollten wissen wie man Papier herstellt. Rosalie erzählte wieder ihre Geschichte und ab ging es ans Papiermachen. Diesmal versuchte sie mit den Kindern eine Teil des Papierbreis mit einem Küchenmixer ganz fein zu mixen, denn sie wollten versuchen auch Papier zu schöpfen. Das allerdings gelang nur bedingt, denn das Sieb war sehr fein, das Wasser rann zu langsam ab und die Geduld war auch bald erschöpft. Also: wir stellen unser Papier lieber mit den Händen her, wenn es auch ein wenig gröber wird, aber dafür geht es sehr rasch und man kann sich soviel machen wie man gerade Lust hat.

Danach mussten wieder alle an ihre Hausaufgaben, zuvor aber untersuchten Marvin und Florian die Arme von Liese, denn sie hatten bei Rosalie genau geschaut - das war die Haut von Rosalie! Also Marvin war sich heute ziemlich sicher - Liese ist Rosalie! Oder doch nicht, denn Liese fand wieder etwas was Marvin zweifeln ließ! Gut, dass es Geheimnisse gibt!

Materialien für diesen Dienstag:
Weiter geht's am Dienstag dem 14.11.2006 wir verraten aber noch nicht was wir vorhaben!
Liebe Grüße, eure Rosalie, Anton und Liese

 

14.11.2006

Liese hatte für diesen Tag die Geschichte des Guggawaunzerls vorbereitet.

Zum Thema Aluminium gibt es als Einstieg für kleinere Kinder die Geschichte vom Guggawaunzerl. Diese hat den Sinn, dass man leichter an das Thema herankommt, denn gerade bei jüngeren Kindern ist dieser Sachbereich nicht so einfach zu begreifen.

Geschichte:
Das Guggawaunzerl lebte auf einer Mülldeponie. Dort gefiel es ihm deshalb so gut, weil es Jausenpapier und Servietten von den Kindern zu essen fand. Dies ging lange Zeit gut. Eines Tages aber war das Guggawaunzerl sehr hungrig und als es nachdachte, wurde ihm klar, dass es bereits seit einigen Tagen nichts zu essen gefunden hatte. Das Jausenpapier und die Servietten waren weg, da lagen nur noch silberfarbene Dinge herum, die zwar gleich rochen, aber wenn man sie zusammendrückte sehr hart wurden. Das Guggawaunzerl wusste nicht ob es diese harten Knödel auch vertragen würde, aber weil der Hunger schon so groß war, schluckte es einen dieser Silberknödel.
Das Unheil nahm seinen Lauf und die Bauchschmerzen wurden immer heftiger. Das Guggawaunzerl machte sich auf den Weg zum Herrn Doktor der am Ende der Deponie wohnte. Dieser schüttelte den Kopf und klärte Das Guggawaunzerl über diesen Knödel auf. Dies sei doch Alufolie und keinesfalls zum Essen geeignet. Das der Knödel sehr klein war, half diesmal ein Löffel Medizin. Dankbar machte sich das Guggawaunzerl auf den Weg zu seiner Deponie. Es begann sofort mit der Suche nach weichen Servietten. Auch die lange und gründliche Suche blieb ohne Ergebnis. Nach einiger Zeit und großem Hunger versuchte das arme Guggawaunzerl seinen Hunger abermals mit einem Knödel aus Alufolie zu stillen.
Nun konnte auch die Medizin nicht mehr helfen und der Herr Doktor musste dem Guggawaunzerl diese zwei Knödel entfernen. Damit dieses nicht noch einmal in Versuchung gerät, band ihm der Herr Doktor diese an einer Schnur um den Hals.
Er riet dem Guggawaunzerl auch sich doch ein neues Zuhause zu suchen. Auf diesen Rat hin kam das Guggawaunzerl heute in das Kinderhaus.

(Wie die Geschichte im Detail erzählt wurde, kann man sich von den Kindern selbst erzählen lassen)!

Hinweis für die Umsetzung
Hier ist es wichtig die Geschichte der Situation anzupassen und die Kinder zu fragen ob sie bereit wären die Betreuung des Guggawaunzerls zu übernehmen. Die mitgebrachte Figur bleibt dann natürlich im Kindergarten! Da das Guggawaunzerl nun genau wissen möchte woher denn Aluminium eigentlich kommt beginnt hier der Sachbereich mit dem Regenwald und dem Abbau von Bauxit. Das aber wird erst in der nächsten Woche erzählt!



Nachmittagskinder im Hort

Gabi war an diesem Tag leider krank und Liese arbeitet mit den Kindern alleine. Wir aßen zu Mittag und als Liese die Kinder fragte ob sie denn auch die Geschichte vom Guggawaunzerl hören wollten antwortet Sebastian: "Ja sicher wir haben ja Projekt". Also bekamen auch die Hortkinder "ihr" eigenes Guggawaunzerl und Niki verstaute es sogleich oben am Regal in ihrem selbstgebauten Legohaus.
Liese und Sebastian spielten noch eine Runde "Vier gewinnt" und dann ging es schon wieder ans Aufgaben machen.

Materialien für diesen Tag:

 

21.11.2006

An diesem Tag hatte Liese alles Wissenswerte über das Metall Aluminium vorbereitet. Es wurde wieder in Kleingruppen gearbeitet, zuerst waren die Schmetterlingskinder dran. Karin war an diesem Tag leider krank, aber Elke vertrat sie wunderbar. Claudia war mit den Schmetterlingskindern gekommen um sich mit ihnen gemeinsam den langen Weg einer Alugetränkedose anzuhören und anzuschauen. (HIER bitte klicken, dann könnt auch ihr alles sehen).
Die Kinder konnten sich Bilderbücher vom Regenwald ansehen, denn eine Aludose - da staunten alle - kommt aus dem Regenwald, zumindest das Ausgangsprodukt BAUXIT!!
Nachdem die Schmetterlingskinder sich alles genau angesehen und auch toll zugehört hatten, waren sich Liese und Claudia nicht sicher ob dies für die Raupenkinder nicht zu schwierig sein würde?! Elke war der Meinung wir sollten es versuchen! Gut, dass wir auf sie gehört haben, denn die Raupenkinder verstanden alles ganz wunderbar, obwohl dies wirklich ein sehr schwieriges Thema ist!

Hortkinder:
Sebastian hatte Liese letzte Woche verraten, dass er am 21.11.2006 Geburtstag hat! Er wünschte sich eine Schokoladentorte, die Liese natürlich mitbrachte. Dazu gab es noch ein paar Fussballpickerl für das Sammelheft von Sebastian. Danach hörten Marvin, Niki, Florian, Sebastian und die Gott sei Dank wieder gesunde Gabi, interessiert zu was Liese über das Thema Aluminium berichtete. Es war toll zu sehen wie die vier Kinder sich für den Weg der Aludose interessierten und staunten.
Es macht jede Woche mehr Spaß im Kinderhaus zu arbeiten! Liese kann sich gar nicht vorstellen, dass dies nur für ein Jahr sein soll!


Materialien an diesem Tag:
Danach war es für Liese leider schon wieder an der Zeit sich zu verabschieden, denn ihr wisst ja - die Kinder müssen noch ihre Aufgaben machen!

Liese kommt nächste Woche übrigens schon am Montag dem 27.11.2006!

 

5.12.06

Liese hat sich vorgenommen, mit dem Thema Wasser zu beginnen. Der Schnee lässt ja auf sich warten und so beschäftigten wir uns mal mit dem flüssigen Teil dieses Elements.
Es wurde wie immer in Kleingruppen gearbeitet und Karin und Claudia konnten so auch am Programm teilnehmen.
Liese erzählte die Geschichte von Hans Tropf, dem Wassertropfen. Damit sollte den Kindern der Wasserkreislauf vermittelt werden. Dies klappte ganz wunderbar und sogar David aus der Krabbelstube nahm an diesem Tag am Programm teil und er blieb bis zum Ende!
Jedes Kind gestaltete am Wasserkreislauf mit, in dem es einem Hans Tropf aus Buntpapier, ein Gesicht verlieh. Im Anschluss daran, legten wir den Wasserkreislauf am Boden auf und konnten so sehen, wie der Kreislauf funktioniert. Es gab sogar den Begriff "Kreisverkehr" für den Wasserkreislauf.

Materialien für diesen Tag: Hortkinder von Gabi
Es waren Florian, Sebastian, Niki und Marvin wieder da. Nach dem gemeinsamen Essen berichtete Liese zuerst über das, was sie den Kindergartenkindern am Vormittag erzählt hatte. Wir besprachen dann warum Wasser wichtig ist und wo wir es verwenden. Die Kinder wussten schon sehr viel über den Umgang mit Wasser - und dass wir es besonders gut haben hier in Österreich.
Am 12.12. wenn wir uns wieder sehen, werden wir uns weiter mit dem Element Wasser beschäftigen. Ob Rosalie sich getraut zu kommen und ihre Geschichte über die Verschmutzung des Deponieteiches erzählt? Wir werden sehen!

 

12.12.06

Liese schleppte wie immer einen vollen Korb mit neuen Dingen ins Kinderhaus. Als die erste Gruppe sie im Raum der Hortkinder besuchen kam, erzählte ihnen Liese die Geschichte von Fluppi. Fluppi, der fliegende Fisch erkrankte eines Tages im verschmutzen Wasser eines Flusses. Von zwei Kindern gerettet, erfuhr er warum die Menschen das Wasser so verschmutzen.
Wir besprachen im Anschluss an die Geschichte, wo wir überall Wasser verwenden und es auch verschmutzen. Um den Wasserverbrauch darstellen zu können, hatte Liese auf einem großen Karton ein Kaffeehäferl aufgemalt. Jedes Kind bekam "im Häferl" einen Wassertropfen. Wenn ab diesem Tag Wasser verwendet wird, tragen die Kinder mit einem Strich ihren Wasserbrauch ein. Das Ziel dieses Eintragens ist es, den Kindern nicht in Form von Zahlen, sondern in Form der Anzahl ihrer Striche deutlich zu machen, wie oft sie Wasser verwenden. Danach konnten vier Kinder auf einem großen Papier verschmutztes und sauberes Wasser malen. Einige bemalten ihre ausgeschnittenen Hans Tropf aus Karton und der Rest beschäftigte sich mit dem Versuch: "Was schwimmt, was schwimmt nicht?"

Im Anschluss daran folgte die zweite Gruppe.
Gegen Mittag kam ein sehr stolzer Marvin im Kinderhaus an. Stolz deshalb, denn er wurde an diesem Dienstag von Gabi bei der Schule abgeholt! Bald danach kam auch schon Sebastian und wir konnten gemütlich das Mittagessen genießen. Leo leistete uns dabei Gesellschaft. Nach dem Essen konnte auch die Hortgruppe mit dem Wasserprogramm beginnen.
Liese hatte für die Hortkinder eine neue Projektmappe angelegt und diese den Kindern mit einigen Arbeitsblättern übergeben.

Was haben die Hortkinder an diesem Dienstag erlebt? Wasserversuch: An diesem Tag wurde die Watte in die Schalen gelegt, gegossen und mit Kresse bestreut. Die Kinder haben nun die Aufgabe, die Kresse immer feucht zu halten bis sie keimt und grüne Blätter zeigt.
Ab diesem Zeitpunkt wird jede Schale mit dem Wasser gegossen, welches den Inhalt der Beschriftung auf der Schale anzeigt. Also: Salzwasser in die Schale mit der Beschriftung Salzwasser usw.

Ziel:
Die Kinder können so genau erkennen, wie wichtig es ist, sauberes Wasser zu haben und es auch sauber zu halten.

Sebastian war heute besonders eifrig: er bemalte nicht nur das Kaffeehäferl auf dem Karton, er bemalte seinen Hans Tropf und erledigte die von Liese mitgebrachten Arbeitsblätter besonders genau.
Niki, gestaltete ihren eigenen Hans Tropf mit viel Liebe und half auch den jüngeren Kindern ihre Arbeiten fertig zu machen. Neu dazu kam heute Julius, wir hoffen er kommt jetzt öfter und es macht auch ihm Spaß mit uns zu arbeiten.
Marvin konnte mit Malen gar nicht mehr aufhören und erschuf ganz eigene Kreationen. (Siehe Bilder im Anhang).
Ein Arbeitsblatt mit Dingen die bis zur nächsten Woche gemacht werden sollten, war auch schon der Abschluss des Nachmittags.
Um 15 Uhr mussten wir uns leider trennen, denn ihr wisst ja: die Aufgabe darf nicht gestrichen werden.
Liese weiß auch schon was wir nächsten Dienstag machen werden, das verraten wir hier aber noch nicht! Tschüss, bis nächsten Dienstag!

 

19.12.06

Wasser und Weihnachtsvorbereitungen im Kinderhaus

An diesem Tag war es in Karins Gruppe etwas turbulent. Der Gruppenraum bekam ein neues Gesicht: und was für eines! Fast ein Haus im Gruppenraum, das heißt es gibt eine zweite Ebene für die Kinder. Aus diesem Grund war Karin mit ihren Kindern in den Turnsaal übersiedelt. Deshalb schnappte sich Liese gleich die erste Gruppe und erzählte ihnen von Rosalie. Rosalie und Anton hatten vor langer Zeit einen kleinen Teich mit Lack und Öldosen verschmutzt. Als die Fische krank wurden und die beiden von den Kindern erwischt wurden, mussten auch sie lernen, dass Wasser niemals verschmutzt werden darf.
Zum Bilderbuch von Rosalie gab es auch die Musik CD um die Lieder anzuhören.

Hortkinder
Wir hatten uns in der vergangenen Woche vorgenommen, ein wenig an Weihnachtsgeschenken zu basteln. Um den Bezug zum Thema Wasser hier transparenter zu gestalten, beschäftigten wir uns mit der Wasserverschmutzung des Alltags.
Unsere in der Vorwoche angelegte Kressezucht gedieh ganz wunderbar und es konnte mit dem Gießen der verschiedenen Substanzen begonnen werden. Was daraus wird, werden wir dann berichten.
Deshalb war unser Thema für diesen Nachmittag: Seife. Da wir uns aber nicht bloß die Hände waschen wollten, stellten wir selber Seife her.
HIER das Rezept, bei dem wir an diesem Tag nur mit alten Seifenresten arbeiteten. Um Basisseife herzustellen - welche nur von einem Erwachsenen gemacht werden darf - bitte das Rezept Basisseife anklicken.

Dazu verwendeten wir:
Herstellung
Wie man auf den Bildern erkennen kann, wurde alte Seife auf der Küchenreibe fein gerieben. Dann kamen die "Zutaten" dazu. Vorsichtig wurde das Kokosfett darunter geknetet. Etwas Öl, ein wenig Duft oder Kräuter…
Das alles macht man nur nach Gefühl, die Masse soll nur nicht zu dünnflüssig werden. Hat man seine Seife in die richtige Form gebracht, wird sie eventuell noch in Kräutern gewälzt, oder gleich glatt wie sie ist, in ein durchsichtiges Zellophansackerl verpackt. Schon hat man viele nette und persönliche Geschenke!
Der Duft war jedenfalls herrlich und unsere Hände weich wie Samt!

Wir sehen uns nach Weihnachten wieder und Liese freut sich schon sehr darauf.

 

16.01.07

An diesem Tag kam Liese erst zu Mittag, denn es war ausgemacht, dass die Vormittagskinder zum Schifahren außer Haus sind. Leider war das nicht so und deshalb konnten wir unser Programm nicht abhalten. Aber wir holen dies einfach nach. Die Hortkinder kamen aber in den Genuss des Themas Wasser.
Liese hatte jede Menge Wasserbilderbücher mit in denen geschmökert werden konnte.
Danach gab es die Geschichte von Hans Tropf und der Kläranlage. Die Kinder konnten sehen wie das verschmutzte Wasser wieder sauber wurde. Außerdem nahmen wir unsere Zunge und ihre Geschmacksrichtungen unter die Lupe. Liese hatte in Wasser verdünnt verschiede Geschmäcker mitgebracht.
Süß, sauer, salzig, Himbeersaft, Essigwasser, Leitungswasser. Es war sehr lustig mit anzusehen wie die Gesichter der Kinder sich veränderten und sie auf einem Zettel notierten was sie gerade "geschmeckt" hatten.

 

23.01.07

Leider war der Fotoapparat nicht von alleine aus der Tasche gehüpft und deshalb wurde am Vormittag wieder einmal nicht fotografiert. Gearbeitet haben wir trotzdem. Den Kindern stand heute das Mikroskop zur Verfügung, alles was sich rund ums Wasser finden ließ wurde genau betrachtet.
Am Nachmittag konnten auch die Hortkinder durch das Mikroskop verschiedene Dinge genau ansehen. Außerdem versuchten wir Wasserrätsel zu lösen, wobei Niki und Gabi sehr viel schneller waren als Liese und Sebastian.

Elternabend
An diesem Tag war auch unser Elternabend angesagt. Leider, oder für die Kinder Gott sei Dank endlich, fiel Schnee und einige Eltern getrauten sich nicht ihr Auto in Betrieb zu nehmen. Aber nichts desto Trotz konnten wir wenigstens einigen Eltern die Arbeit die wir bisher absolviert haben, vorstellen. Es gab auch wieder eine rege Diskussion, woran man erkennen kann, dass das Interesse ungebrochen groß ist.

 

2.02.07

Diesmal kamen auch die "Kleinen" in den Genuss der Geschichte von Hans Tropf und der Kläranlage. Da Karin nun schon weiß, dass es nur Fotos gibt wenn sie den Fotoapparat aus der Tasche holt, verdanken wir ihr die Bilder dieses Tages.
Es war ein ganz wunderbarer Vormittag, denn wir nahmen uns sehr viel Zeit für dieses Thema. Heute war auch Georg dabei, ein Schüler der 5. Klasse der BAKIP in Hartberg. Liese brachte ein Mikroskop für kleinere Kinder mit. Dieses hat den Vorteil, dass es einen kleinen Monitor besitzt und das Beobachten dadurch leichter ist. Gestaunt haben die Kinder auch über das Saubere Wasser der Kläranlage. Die zahlreichen Bilderbücher zum Thema Wasser wurden ebenfalls mit viel Interesse in Anspruch genommen.

Nachmittag
An diesem Tag erzählte Liese den Hortkindern von ihrer Reise nach Rumänien, welche sie erst 2 Wochen zuvor gemacht hatte. Diese Reise ging an eine Schule in Botosani, mit der Liese und die Kindergemeinderatskinder aus Schönegg bei Pöllau Kontakt haben. Eine Lehrerin dieser Schule nahm auch wie Liese, am Jugendwasserparlament in Frankreich und Rumänien teil. Dabei erzählte diese Lehrerin Liese, dass es viele Dinge gibt die sie benötigen würden. Nun, Liese die Schönegger Kinder und Elfi, Kindergärtnerin aus Schönegg, arbeiteten für einen Adventmarkt und konnten dabei einiges an Geld zusammenbringen. Elfi bekam vom Musikhaus Fleck in Hartberg Musikinstrumente geschenkt, der Vinziladen in Hartberg versorgte uns mit Kleidung, Lebensmittel gab es von Spar aus Pöllau und Liese bekam einige Computer von der Computerklinik in Graz gespendet. Da in der Kindergemeinderatsgruppe ein Mädchen ist, deren Eltern aus Rumänien kommen, erklärte sich dieser Vater bereit, uns nach Botosani zu fahren. Was wir dort alles erlebt haben, konnte Liese den Kindern erzählen.
Es war wieder einmal ein wunderschöner Tag in Hartberg und Liese ist sehr froh, dass sie dort so lieb aufgenommen wird.

Beim nächsten Mal werden wir uns mit dem Thema Kunststoffe beschäftigen.

 

13.02.07

Thema Kunststoffe

An diesem Vormittag konnten wir mit dem Thema Kunststoffe beginnen. Wir versuchten herauszufinden woher dieses Material kommt. Dazu sahen wir uns die von Liese mitgebrachte Erdkugel an. Liese hatte sie so gestaltet, dass man sie in der Mitte auseinander nehmen konnte. An eiern Hälfte konnte man sehen wie unsere Erde aussehen würde, wenn man sie auseinander schneiden könnte - kann man natürlich nicht! Dass die Erde verschiede Erdschichten hat kann man daran erkennen. In diesen Erdschichten befindet sich der Bodenschatz Erdöl. Daraus machen die Menschen die unterschiedlichsten Sachen - unter anderem auch Kunststoff.
Im Anschluss daran konnten wir mit Kunststoffkügelchen und Kunststoffbesteck etwas gestalten.

Da im Hort die Zeit zu kurz war - Liese musste nach Wien - genossen wir es einfach nur einmal zusammen zu sitzen und zu plaudern. Liese bekam deshalb von Sebastian eine tolle Zeichnung, die nun im Rosalie Haus hängt!

Also, weiter geht's am 27.2.2007, denn in der Zwischenzeit sind Ferien!
Liese freut sich schon wieder sehr auf alle im Kinderhaus!

 

6.03.07

Vormittagskinder
An diesem Tag gab es die restliche Information zum Thema Kunststoffe. Da dies ein sehr schwieriger Teil ist, haben am Vormittag nur jene teilgenommen, die das wollten und vor allem nur die größeren Kinder.
Claudia kam diesmal auch in den Genuss des Programms, da Elke mit den anderen sich im Turnsaal tummelte.
Wir besprachen noch einmal woraus Kunststoffe überhaupt hergestellt werden. Allen fiel sofort das Erdöl ein und wir sahen uns die geöffnete Weltkugel genauer an. An den dort eingezeichneten Erd- und Steinschichten können sich die Kinder dies etwas besser vorstellen. Wir sahen uns den Kunststoffkoffer und seinen Inhalt genauer an. Dann zeigte Liese den Kindern warum man Kunststoffe niemals selbst verbrennen darf.

Der Versuch Liese hat den Kupferdraht in der Flamme des Gaskochers erhitzt. Mit diesem heißen Draht hat sie dann in die Kunststoffdose ein kleines Loch gebrannt. Nun klebten am Draht für uns kaum sichtbare Teile des Kunststoffes. Der Draht wurde dann wiederum in die Gasflamme gehalten und plötzlich leuchtete es grünlich - der Kunststoff verbrannte für die Kinder gut sichtbar.

Ein weiterer Versuch Alle drei Flaschen waren mit dem Etikett derselben Getränkefirma versehen.
Die Kinder sollten nun erraten welche Flasche man am öftesten wieder anfüllen kann. Um dies etwas besser entscheiden zu können, wurden alle drei Flaschen vorher mit den Händen befühlt und geprüft. Dann ging's ans Raten:
PET Flasche Nr. 1, die 2 l Einweg
Schnell hatten diese Schlaumeier herausgefunden, dass jene die sich am leichtesten zerdrücken ließ, auch nur einmal befüllbar sein konnte. Richtig!
Vor diese Flasche legte Liese nun ein Holzstäbchen.

PET Flasche Nr. 2, die 1,5 l Mehrweg,
jene die sich nicht zerdrücken lassen wollte, sie musste deshalb auch öfter wieder zu befüllen sein - so die Logik der Kinder! Wieder richtig, nur wie oft kann man sie wiederbefüllen? Die Zahl schwankte zwischen 2 bis 10 Mal. Wir nahmen ein Mittelmass von 4x! Vor diese Flasche konnten wir also 4 Holzstäbchen legen.

Glasflasche, 1 l Mehrweg
Jetzt ging es ans große Raten. Auf Grund der anderen Flaschen war den Kindern schnell klar, diese ist sehr viel öfter wieder zu befüllen. Bald schon wurden Zahlen zwischen 50 und 100 genannt. Wir legten gemeinsam 60 Holzstäbchen vor die Glasflasche. Jetzt sahen die Kinder den großen Unterschied und erfuhren auch, dass man aus einer Glasflasche wieder einen neue Glasflasche machen kann. Aus der PET Flasche, das wussten sie schon - Schianzug- und Pulloverstoffe.

Aber warum gibt es immer weniger Glasflaschen, wenn diese so viel besser sind? Gemeinsam versuchten wir den Kindern dies zu erklären, es fiel uns aber schwer, denn die Argumente (leichter - wir haben alle ein Auto!; nicht zerbrechlich - lassen wir täglich Glasflaschen fallen?;) kamen uns letztendlich doch einwenig "dumm" vor.
Die Kinder wollten nun beim nächsten Einkauf einmal nachsehen ob es wirklich noch Glasflaschen gibt und ob man nicht doch besser diese kaufen sollte?!

Hortkinder
Die Hortkinder waren wieder einmal sehr aufmerksam bei der Sache. Alles was am Vormittag erklärt wurde, erzählte Liese auch den Nachmittagskindern. Diese staunten nicht schlecht als sie all das hörten. Da sie doch etwas mehr an Information aufnehmen können, brachte Liese auch noch die Joghurtbecheranlage mit. Dabei konnten die Hortkinder nicht nur die Vorgänge in der Anlage besser verstehen, sie wissen nun auch, dass man aus einem alten Joghurtbecher nicht einen vollständig neuen herstellen kann. Der alte Joghurtbecher wird nur als Mittelschicht für die Herstellung eines neuen verwendet, über diese alte Schicht kommt stets neuer Kunststoff darüber. (Lebensmittelgesetz)

Da die Hortkinder noch nicht mit Kunststoffen gestaltet haben, konnten sie an diesem Tag ihrer Kreativität freien Lauf lassen. (Siehe Fotos)

 

13.03.07

Nachdem die Natur uns dazu auffordert sie wahrzunehmen, haben wir mit dem Thema Boden begonnen. An diesem Tag war der Kompostwurm Schmatzi unser Thema. Alles über Regenwürmer hieß es! Wir konnten zuerst die von Liese mitgebrachten Riesenbilder von verschiedenen Würmern anschauen. Dann hatte Liese echte Würmer mitgebracht. Nach anfänglichem "phu, den greif ich nicht an", bis hin zu fast liebevollem Betrachten, wurde Schmatzi bald ins Herz geschlossen. Wir verstauten ihn sicher in einem luftigen Behälter und umwickelten den Behälter mit schwarzem Papier, damit ihn das helle Licht nicht stören kann.
Im Anschluss daran ging Liese mit den beiden Lisa's, Andre und Johannes in den nahe gelegenen Garten der Berufsschule. Dort sammelten sie trockenes Holz um einen Trockenholzhaufen anzulegen. Dieser soll uns in den nächsten Wochen die Möglichkeit geben, jede Menge Kleinlebewesen darunter zu finden. Andre buddelte ganz wild nach Regenwürmern und fand auch ein ganzes Glas davon. Diese versorgte er mit Gras und Erde, in den Deckel wurden Löcher gebohrt und er hat sicher zur Freude seiner Mama zu Mittag alle mit nach Hause genommen. (Seine Mama wird Liese sicher verzeihen!)

Hortkinder

Heute waren nur Sebastian, Niki und Florian da. Die drei interessierten sich sehr für diese Bodenlebewesen und wir konnten auch einige bereits im Mikroskop beobachten.

Nächste Woche wird Liese eine Schmatzi Wohnung mitbringen, damit wird das Verständnis für die Kompostierung allgemein in den Vordergrund gerückt. Ziel: der Komposthaufen im Garten und seine Bedeutung für uns!

 

27.03.07

Gott sei Dank hat Liese an diesem Tag nicht den Fotoapparat vergessen. Es gibt deshalb tolle Bilder, die auch zum 20.3.2007 gehören.
Wir haben uns an diesem Tag die Wurmkiste mit Schmatzi noch einmal genau angesehen. Wie geht es ihm nach einer Woche Kinderbetreuung? Super, natürlich! Wir haben die Bilder von riesig groß kopierten Wurmbildern angeschaut, welche Liese mitgebracht hatte. Liese erklärte warum größere Würmer an ihrem Körper Verdickungen haben, die manchmal auch ein wenig orange aussehen. Die Kinder wissen nun, dass diese Würmer geschlechtsreif sind. In einem Kokon, welchen sie ablegen, wachsen die jungen Würmer. Auch davon gab es so tolle Bilder, dass die Kinder die jungen Würmer im Kokon sehen konnten.
Dann erzählte Liese die Geschichten von Sam, der Sonneblumen und Rosi, die Radieschen pflanzten. Damit auch die Kinder so tolle Blumen und ein paar Radieschen bekommen, hat Liese kleine Torftöpfchen und Samen mitgebracht. Rote Sonnenblumensamen!! Hoffentlich werden diese wirklich so schön wie auf dem Samensackerl.

Hortkinder
Nach dem Essen, begaben sich Gabi und Liese mit Marvin und Sebastian zum Komposthaufen der Berufsschule, welche neben dem Kinderhaus liegt. Sebastian durfte heute auch den Fotoapparat von Liese nehmen und sich als Fotograf betätigen. Er hat dies wunderbar gemacht wie man an den Bildern sehen kann. Wir konnten bei der Kompostanlage alle verschiedenen Stufen der Kompostierung sehen. Tolle Erde stellen die Leute dort her. Gabi hat gleich für das Kinderhaus welche bestellt.
Zurück im Hort untersuchten wir die mitgebrachte Erde, den Wurmschaukasten und die Kompostkiste. Dann ging's ans Pflanzen der Sonnenblumen.
Das war der Tag im Kinderhaus, Liese ist immer sehr glücklich, dass sie dienstags dorthin fahren kann.

Also, schöne Ostern und liebe Grüße!