Bereits im Jahr 2001 entstand die Idee Kinder an demokratischen Prozessen zu beteiligen.
Seit Jahren konnten Projekte in Kindergärten und Volksschulen angeboten werden. Diese zum Teil
sehr intensiv, das bedeutete, dass diese Projektarbeit wöchentlich und ein Schul-Kindergartenjahr
angeboten wurde. Diese Form der Betreuung ermöglichte es, eine Vielfalt von Themen sehr intensiv zu
bearbeiten. Als der Gedanke der Lokalen Agenda 21 in Gemeinden zu greifen begann, war die Zeit reif
diese Themen auch mit den jüngsten Bewohnern zu erarbeiten.
In der Gemeinde St. Michael bei Leoben wurde im Zuge der Kindergartenprojektarbeit bereits sehr viel
Vorarbeit geleistet. Besonders die Kindergärtnerin war immer an allem Neuen interessiert und konnte
auch eine Lehrerin der Volksschule begeistern.
Nach Ausarbeitung eines Konzepts und Vorsprache beim Bürgermeister der Gemeinde St. Michael konnten
wir im Herbst 2001 mit einem Elternabend für Kindergarten und Volksschule starten. Ziel des Lokalen
Agenda 21 Prozesses sollte nämlich die Freiwilligkeit der Teilnahme sein. Das bedeutete, dass unsere
gemeinsamen Treffen immer an Nachmittagen stattfinden sollten.
Der Kindergemeinderat Schönegg bei Pöllau ist bereits das dritte Jahr aktiv. Seit Herbst 2005 wird das Projekt
nicht mehr über das Land Steiermark gefördert, sondern wird nur noch als Eigeninitiative von Rosalie Factory
(Liese Esslinger) gemeinsam mit ECOlogisch (Mag. Annette Schwarhofer), der Kindergartenpädagogin Elfi Schieder
und der Gemeinde Schönegg unter Bgm. Franz Winkler, geführt.
Wir haben in den letzten zwei Jahren viel erreicht und umgesetzt. Heuer mussten uns einige Kinder „verlassen“,
die neue Schulsituation lässt kaum Spielraum für weitere Aktivitäten. Neue Kinder sind dazu gekommen, so unter
anderem „unsere“ Betty. Mit Betty haben wir großes Glück, denn ihre Eltern stammen aus Rumänien und dies ist
in unserem Fall ein wunderbar.
Da wir seit Mai 2005 sehr intensiv am Europäischen Kinder- und Jugendwasserparlament beteiligt sind, hatten
Annette und ich die Möglichkeit eine Woche mit Jugendlichen im Donau Delta Erfahrungen zu sammeln. Dabei haben
wir die Lehrerin Monika kennen gelernt. Sie unterrichtet an einer Schule in Rumänien. (siehe
Internationale Projekte)
Wir konnten nicht nur sehen wie es den Menschen in Rumänien geht, wir erfuhren von Monika auch, dass es sehr
schwierig ist solche Projekte im eigenen Land umzusetzen. Hierzu fehlen nicht nur die finanziellen Mittel,
es fehlt auch daran, dass man zwar Bewusstsein vermitteln kann, dies die Kinder aber auf Grund fehlender
Strukturen dann nicht anwenden können.
Es fehlt natürlich auch an den notwendigen Materialien wie Bücher, Hefte, Stifte, Computer und vieles mehr.
Wir haben unsere Eindrücke mit den Kindern der Schönegger Gruppe genau besprochen und diskutiert. Die Kinder
haben von sich aus den Entschluss gefasst, etwas sinnvolles zu tun – so entschieden wir uns eine Partnerschaft
mit dieser Schule einzugehen. Da wir unsere Betty haben, haben wir auch kein Verständigungsproblem, wir sind
sehr stolz eine eigene Übersetzerin in unserer Gruppe zu haben.
Nun, wir haben vieles vor in diesem Jahr und hoffen es interessiert euch und ihr schaut immer wieder einmal auf unserer Seite vorbei. Freuen würden wir uns natürlich sehr über eine Mitarbeit, Ideen und Vorschlägen von euch. Ihr wisst ja – je mehr Köpfe denken, desto mehr kommt dabei heraus. Wer übrigens Interesse hat in seiner Gemeinde auch so eine tolle Kindergemeinderatsgruppe zu gründen lasst es uns wissen oder schaut unter : Wie ist das mit der Agenda...